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Nr. 47

Projekt Kiekpadd

Natursehenswürdigkeiten im gesamten Landkreis Wesermarsch stellt das Projekt Kiekpadd vor.

Informationen der
Unteren Wasserbehörde

Merkblatt 11

Herstellung von Ufersicherungen

Die Herstellung von Ufersicherungen /- befestigungen ist eine wesentliche Änderung des Gewässers und daher nach dem Niedersächsischen Wassergesetz (NWG) genehmigungspflichtig:

"Die Herstellung, Beseitigung oder wesentliche Umgestaltung eines Gewässers ( z.B. Grenzgraben, - grüppe ) oder seiner Ufer (Ausbau) bedarf der vorherigen Durchführung eines Planfeststellungsverfahrens. .... Ein Ausbau kann ohne vorherige Durchführung eines Planfeststellungsverfahrens genehmigt werden (Plangenehmigung), wenn mit Einwendungen nicht zu rechnen ist." (§119 NWG)

Uferböschungen an Gewässern sind grundsätzlich möglichst flach anzulegen. Wenn eine steilere Böschung aufgrund der örtlichen Gegebenheiten unabdingbar ist, muß die Böschung in sich gefestigt werden. Zur Festigung sind ausschließlich naturnahe Materialien einzusetzen. Holzwände, Flechtzäune, Stahlplatten u.ä. sind nicht zulässig, da sie in die natürliche Umgebung eingreifen und Pflanzen und Tieren keinen angemessenen Lebensraum bieten. Wasserwirtschaftlich bedeuten diese Uferverbauten i. d. R. eine Verringerung des Stauraumes und des Abflußvermögens des Gewässers.

Naturnahe Ufersicherungen können auf verschiedenste Weise aus Holzpfählen, Reisigbündeln, Natursteinen sowie Rasen und anderen Uferpflanzen hergestellt werden. Die Oberkante der Ufersicherung soll unterhalb des mittleren Wasserstandes liegen. Die natürliche Klammerwirkung der Wurzeln standortgerechter Pflanzen festigt das Ufer. Reisigbündel können durch eingeschlagene Holzpfähle im Uferbereich gehalten werden. Bei Holzpfählen sollen nur heimische Hölzer verwendet werden. Steine können als lose Schüttung eingebracht werden.

Ufersicherungen dienen nicht dazu, eine größere Belastbarkeit der Böschungsbereiche zu ermöglichen. Wäre dieses z.B. beim Absacken eines Gebäudes erforderlich, sind geeignete Maßnahmen außerhalb des Gewässers, einschließlich seiner Ufer, vorzunehmen.

Ausführungsbeispiele:

Beispielbild

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